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Presseaussendungen

Dienstag, 16. Dezember 2008

Internationale Insolvenzen gehen 2009 steil nach oben 

Wien: Ludwig Mertes, Vorstand der PRISMA Kreditversicherung, sieht für das kommende Jahr einen internationalen Pleitenrekord. Infolge des konjunkturellen Abschwungs schlägt die Insolvenzwelle mittlerweile auf fast alle Länder und Branchen durch.

In den USA, der weltweit größten Volkswirtschaft, werden die Insolvenzen mit Ende 2008 auf über 41.000 ansteigen, das sind + 45 % gegenüber dem Vorjahr, als „nur“ 28.322 Unternehmen das Handtuch werfen mussten. Dieser Aufwärtstrend setzt sich 2009 fort. „Wir nehmen an, dass es im nächsten Jahr rund 60.000 Fälle sein werden“, sagt Ludwig Mertes.

Auch Europa wurde bereits vom Sog der Krise erfasst. Europäischer Spitzenreiter beim Firmensterben ist Spanien mit einer rasanten Aufwärtsbewegung von 161 % im Jahr 2008, gefolgt von Portugal mit 75 %. Ein weiterer Anstieg wird für 2009 erwartet.

In Deutschland ist der bisher positive Trend zu einem Ende gekommen. Es wird heuer mit einer Zunahme der Insolvenzfälle um 3 % gerechnet. 2009 erwartet PRISMA einen negativen Trend im Ausmaß von 12 %, womit die Zahl der Insolvenzen auf 33.800 steigt.

„Das kommende Jahr dürfte auch für Italien schwierig werden. Mit der andauernden Rezession wird sich die Finanzlage der Unternehmen verschlechtern und die Unternehmensinsolvenzen werden voraussichtlich um 12 % steigen“, so Mertes.

In Frankreich sind die Unternehmensinsolvenzen so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. 2008 werden ca. 56.000 gerichtliche Verfahren ausgewiesen. Im nächsten Jahr werden diese um 12,0 % zunehmen.
 
Auch in anderen Teilen der Welt hinterlässt die Insolvenzwelle ihre Spuren. In China, dem Boomland der letzten Jahre, werden 2008 insgesamt 4.570 Unternehmen für bankrott erklärt. Eine kleine Zahl in Anbetracht der Größe der chinesischen Wirtschaft. Allerdings werden die registrierten Unternehmensinsolvenzen angesichts der neuen Insolvenzgesetze und der Weiterentwicklung des handelsrechtlichen Rahmenwerks 2009 um 10 % zunehmen.

Österreich trifft es bisweilen nicht so hart. Per Ende 2008 steigen die Insolvenzen um moderate 1 % gegenüber dem Vorjahr an. Für 2009 muss man aber schon mit einer Steigerung um + 8 % rechnen.

Die Rahmenbedingungen für österreichische Exporteure werden härter. „Jetzt sind wir als Kreditversicherer gefragt. Deshalb wurden das Frühwarnsystem und die Bonitätsprüfung intensiviert. Wir schaffen Transparenz, warnen rechtzeitig und halten den Versicherungsschutz – wo immer vertretbar – aufrecht“, sagt Mertes. „Die Verantwortung gegenüber den Unternehmen ist uns voll bewusst. Wenn wir aufheben müssen, dann tun wir es nicht pauschal. Wir entscheiden immer von Fall zu Fall. Unser Ziel ist es, mit unseren Kunden durch dick und dünn zu gehen. Wir sitzen im gleichen Boot, nicht zuletzt weil wir selbst nur Prämien auf Basis versicherter Umsätze erhalten.“

„Allen Unkenrufen zum Trotz, sind wir derzeit so hoch im Risiko wie noch nie, obwohl wir mit einem schwierigen nächsten Jahr und einem massiven Anstieg der Zahlungsausfälle rechnen. Wir sind aber bestens darauf vorbereitet“, sagt Ludwig Mertes.

Ausführliche Länderanalyse finden Sie im Dokument "Länderanalyse im Detail".
 
Wien, am 16.12. 2008

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Mag. Melitta Schabauer, Pressesprecherin der PRISMA Kreditversicherungs-AG
Tel: +43 (0)5 01 02-1410, mobil: +43/664 80102 1410
E-Mail: m.schabauer@prisma-kredit.com

Dr. Karin Krobath, IDENTITÄTER
Mobil: +43/699 1077 6611
E-Mail: karin.krobath@identitaeter.at 

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Mag. Melitta Schabauer
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