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Pressespiegel

Montag, 15. Februar 2010

Euler-Hermes steigt von Wien aus groß ins Inkasso für Exporteure ein 

Der Euler-Hermes-Konzern, weltgrößter Warenkreditversicherer und Miteigentümer der österreichischen Kreditversicherung Prisma, will in Wien eine Drehscheibe für internationale Inkassi aufbauen.

Die Sparte Euler-Hermes Collections (100 Millionen € Umsatz) hat am Freitag ihre Büros am Wiener Handelskai eingeweiht.

Positive Synergien

"Unsere Zielgruppe sind die Exporteure", sagt Eckhard Horst, Head of Debt Collection im Euler-Hermes-Konzern. " Wir haben uns bewusst für Wien entschieden, weil es sehr zentral liegt und viele Unternehmen hier ihre Osteuropa-Zentralen haben." Nachsatz: "Unser Ziel ist auch, Inkasso nicht kreditversicherten Kunden anzubieten."

Bisher liefen die Inkasso-Aktivitäten über die Prisma Kreditversicherung. "Die Prisma-Kunden waren jetzt schon im Netz von Euler-Hermes drinnen, nun wird dieses Netz einfach größer", sagt Prisma-Vorstand Bettina Selden. "Das Inkasso passt genial zum Produkt Kreditversicherung."

Denn die Informationen über Inkassofälle werden im Euler-Hermes-Konzern, der zur Allianz-Gruppe gehört, zugleich für die Bonitätsprüfungen in Sachen Kreditversicherungsdeckung genutzt. "Unser Asset ist, dass wir in den 50 wichtigsten Ländern tätig sind und internationales Inkasso anbieten können", sagt Horst. So sind die Euler-Hermes-Forderungsbetreiber bereits in Polen, Tschechien, in der Slowakei und in Rumänien vor Ort. Für das Inkasso-Netzwerk wird im April eine eigene IT-Plattform mit einer reinen Inkassosoftware gestartet, und über das Shared Service Center in Warschau läuft die gesamte Buchführung und das Financing. "Dadurch werden die Prozesse wesentlich beschleunigt", sagt Horst. "Und die Postwege und Kommunikationsverluste fallen weg. Die ITPlattform ist auch für die Forderungsüberwachung ausgelegt." Laut Horst will seine Sparte den Umsatz in Kürze zumindest verdoppeln.

"Um gutes Inkasso machen zu können, muss man eine bestimmte Größe haben", sagt Jonas Müller, der die Inkasso-Stabsstelle in Wien leitet. Er beziffert die durchschnittliche Inkassoforderung im inländischen B2B-Geschäft mit rund 10.000 €, im Ausland sind es fast 20.000 €. "Das Wich tigste für den Kunden ist die Klärung des Falles", sagt Müller. Erstes Ziel ist eine Vollzahlung des Schuldners, oft komme es aber auch zu Zahlungsplänen. Im Worst case wird auch geklagt. In Österreich kooperiert Müller dabei mit der Wiener Anwaltskanzlei BLS um Wolfgang Schubert.

"WirtschaftsBlatt" Nr. 3548/10 vom 15.02.2010            

KONTAKT

Mag. Melitta Schabauer
Pressesprecherin
Tel +43 (0)5 01 02-1410
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