Glossar

Absonderungsrechte spielen in der Insolvenz eine große Rolle. Sie beruhen auf einer Kreditsicherheit, die vor der Insolvenz eingeräumt worden ist. Das Absonderungsrecht berechtigt den Absonderungsgläubiger, aus dem Verwertungserlös des Absonderungsgegenstandes vor allen anderen Gläubigern befriedigt zu werden.
Das Absonderungsrecht muss im Insolvenzverfahren geltend gemacht werden, genauso wie alle Forderungen angemeldet werden müssen. Die Verwertung des Absonderungsgegenstandes erfolgt durch den Insolvenzverwalter.
Folgende Kreditsicherheiten berechtigen zur Absonderung: ein Pfandrecht, der um die „Hersteller- und Verarbeitungsklausel“ oder die „Verarbeitungs- und Vermischungsklausel“ erweiterte Eigentumsvorbehalt und der verlängerte Eigentumsvorbehalt, die Sicherungszession.

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind, neben den Zusatzbedingungen und dem Versicherungsschein, grundlegender Bestandteil des Versicherungsvertrages.

Die Anbietungsgrenze steht im Versicherungsschein des Versicherungsnehmers. Für Forderungen über diesem Betrag muss der Versicherungsnehmer eine Versicherungssumme beantragen. Forderungen unter der Anbietungsgrenze sind in der Selbstprüfung versichert, wenn diese mit dem Versicherungsnehmer vereinbart ist und die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. 

Der Versicherungsnehmer hat einen Rahmenvertrag mit dem Versicherer abgeschlossen. Der Versicherungsnehmer muss dem Versicherer alle Kunden in den vereinbarten Ländern mit Forderungen über der Anbietungsgrenze zur Versicherung anbieten. Der Versicherungsnehmer hat kein Wahlrecht. Aus Gründen der Risikostreuung gilt die Anbietungspflicht für die „guten“ und „schlechten“ Kunden.

Nähere Informationen über Anfechtungsversicherung, finden Sie auf unserer PRISMA Veto Produktseite.

Auskünfte sind Informationen über die Bonität von Unternehmen und werden dem Versicherungsnehmer von einer Auskunftei zur Verfügung gestellt. Im Versicherungsvertrag sind bestimmte Auskunfteien vereinbart, deren Auskünfte für die Selbstprüfung durch den Versicherungsnehmer verwendet werden dürfen. 

Der einfache Eigentumsvorbehalt bewirkt, dass die gelieferte Ware nicht zum Vermögen des Kunden zählt. Geht dieser in Insolvenz, kann der Versicherungsnehmer die Ware herausverlangen. Voraussetzung ist, dass die Ware identifiziert werden kann und sich noch im ursprünglichen Lieferzustand befindet.

Ist jener zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer vereinbarte Zeitraum, in welchem der Kunde des Versicherungsnehmers die Rechnung tatsächlich bezahlen muss, um negative Auswirkungen auf den Versicherungsschutz (Deckungsstopp) zu verhindern. Das äußerste Kreditziel beginnt mit dem Rechnungsdatum zu laufen. Das äußerste Kreditziel steht im Versicherungsschein und kann je nach Land unterschiedlich sein. Auch auf der Kreditmitteilung kann ein abweichendes äußerstes Kreditziel festgesetzt werden.

Kosten, die dem Versicherungsnehmer von einem Rechtsanwalt oder einem Inkassobüro für die außergerichtliche oder gerichtliche Betreibung in Rechnung gestellt werden. Diese Kosten können mit einer Zusatzdeckung beim Versicherer abgesichert werden.

Bonität oder Kreditwürdigkeit ist die Fähigkeit eines Unternehmens die aufgenommenen Schulden zurückzuzahlen (wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit) und die Bereitschaft, diese zurückzuzahlen (Zahlungswilligkeit).

Bonitätsprüfung und Bonitätsüberwachung

Bei einer Bonitätsprüfung wird die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens, entweder durch den Versicherer selbst oder durch eine vom Kreditversicherer beauftragte Gesellschaft, überprüft. Kunden des Versicherungsnehmers, für die eine Versicherungssumme besteht, werden vom Kreditversicherer laufend geprüft und die Informationen über diese Kunden aktualisiert. Dadurch wird aus der Bonitätsprüfung eine Bonitätsüberwachung.