Die PRISMA Top 3 Länder

Andere Länder, andere Sitten. Oft ist es für Unternehmen schwer, ihre Exportländer einschätzen zu können.

PRISMA Die Kreditversicherung hat ihre derzeitigen Top 3 Länder genauer unter die Lupe genommen.

Chancen und Gefahren bei Lieferungen nach Österreich, Deutschland und Italien.

Österreich

Welche Vorteile gibt es für Unternehmen, welche nach Österreich exportieren?
Für Exporteure aus anderen Ländern hat Österreich einige attraktive Vorteile zu bieten. Zum Beispiel besitzt Österreich eine stabile Rechtslage und Vertragssicherheit. Auch durch die enge Beziehung zu Deutschland ist Österreich wirtschaftlich ein sehr attraktives Land für ausländische Exporteure. Die guten High-End-Technologien in verschiedenen Industriezweigen, wie zum Beispiel der Automobilzulieferindustrie, der Flugzeugzulieferindustrie, der Metallverarbeitung und der Elektronik machen Österreich zu einem beliebten Exportland.

Auf welche Gefahren müssen sich Unternehmen einstellen?
Österreich hat eine sehr gute Entwicklung in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel der Tourismusbranche, der Bauindustrie oder auch im Lebensmitteleinzelhandel. Diese Branchen sind jedoch sehr abhängig von verschiedenen Faktoren. Faktoren, wie zum Beispiel der Tourismus oder die Vergabe öffentlicher Aufträge in der Bauindustrie, könnten die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs stark beeinflussen.
In Österreich gibt es außerdem sehr viele Klein- und Mittelbetriebe, die traditionell eine eher geringe Eigenmittelausstattung vorweisen. Dieser innerbetriebliche Faktor stellt auch ein gewisses Risiko für den Fortbestand der Unternehmen dar.

Welche Top Branchen sind in Österreich zu finden?
Österreich kann stolz darauf sein, in vielen Wirtschaftszweigen Top-Unternehmen in allen Größenordnungen zu haben. Das WirtschaftsBlatt zeichnet zum Beispiel jährlich die Superstars der heimischen Wirtschaft aus - Austria´s Leading Companies 2015

Welchen Einfluss hat die gegenwärtige Wirtschaftslage auf unsere Versicherungsnehmer?
In Österreich hat die aktuelle Konjunktur zu keiner geänderten Beurteilung der österreichischen Risiken geführt. Die österreichischen Unternehmen haben aus der Wirtschaftskrise ihre Lehren gezogen und ihre Finanzierung in der Zwischenzeit neu strukturiert und gesichert. Aus diesem Grund sind sie besser aufgestellt als vor der Krise 2008/2009. Dies zeigen auch die gleichbleibenden Insolvenzzahlen. Heikle Branchen sind im Augenblick der Retail-Bereich und die Metallbranche.

Was bringt die Zukunft für Österreich?
Österreich ist und bleibt nach wie vor jenes Land, für das PRISMA das meiste Obligo zeichnet und bleibt somit ein wichtiger Zielmarkt für die Versicherungsnehmer.

Deutschland:

Welche Vorteile hat ein österreichisches Unternehmen, wenn es nach Deutschland exportiert?
Deutschland ist und bleibt traditionell der wichtigste Handelspartner österreichischer Unternehmen. Dies liegt natürlich an der ähnlichen Lebensweise und Mentalität, welche die Abwicklung der Geschäfte einfacher macht. Außerdem existieren keine sprachlichen Barrieren.

Gibt es auch Gefahren?
Trotz der nach wie vor guten Wirtschaftslage Deutschlands sollten österreichische Exporteure ihre deutschen Geschäftspartner sorgfältig überprüfen und auswählen. Auch in Deutschland können immer wieder unerwartete Zahlungsausfälle und Insolvenzen vorkommen.

Was sind die vielversprechendsten Branchen für Exporteure?
Die Top Branchen in Deutschland sind

  • Zulieferer für deutsche Industrieunternehmen wie zum Beispiel in der Automobilbranche,
  • Maschinenbau und
  • Lebensmittel.

Welchen Einfluss hat die gegenwärtige Wirtschaftslage auf unsere Versicherungsnehmer?
Durch die derzeit gute Wirtschaftslage in Deutschland haben österreichische Unternehmen sehr gute Chancen.
Was bringt die Zukunft für Deutschland?

Trotz der oben angeführten Gefahren bleibt Deutschland der wichtigste Zielmarkt für österreichische Unternehmen.

Italien:

Welche Vorteile haben Unternehmen, wenn sie nach Italien exportieren?
Nach Deutschland ist Italien der zweitwichtigste Markt für österreichische Unternehmen. Ein großer Vorteil besteht bei den – im Vergleich zu anderen Ländern – günstigen Logistikkosten.
Ein weiterer Vorteil liegt in den traditionsreichen geschäftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Italien. Die jeweiligen Partner kennen die Besonderheiten des anderen, wodurch die Zusammenarbeit erleichtert wird.

Auf welche Gefahren müssen sich die Exporteure einstellen?
Die Hauptgefahr bei einem Export nach Italien liegt bei der konjunkturellen Entwicklung Italiens. Diese führt weiterhin zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten. Durch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung sind viele Unternehmen hoch verschuldet und damit sehr zinsanfällig.
Deshalb ist es als österreichischer Exporteur wichtig, den italienischen Markt regelmäßig zu überwachen, um die Risiken zu minimieren.

Was sind die Top Branchen für österreichische Unternehmen?
Die Top Branchen und Sektoren in Italien sind

  • der Lebensmittelsektor,
  • Umwelt- und Energietechnik,
  • Infrastruktursektor (Bahn, Straße, Energie),
  • Zulieferung Schwerindustrie sowie
  • Dienstleistungs- und Gastronomiegewerbe.

Welchen Einfluss hat die gegenwärtige Wirtschaftslage auf Versicherungsnehmer?
Durch die derzeitige Wirtschaftslage wird die Zahlweise im produzierenden Gewerbe immer langsamer. Der Grund liegt in der zunehmenden Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe, sowie der seit längerem rückläufigen Wertschöpfung der Unternehmen. Zusätzlich steigen in Italien die Lohnstückkosten noch stärker als in Österreich.

Was bringt die Zukunft für Italien?
Werden keine strukturellen Reformen umgesetzt, wird der italienische Exportmarkt für österreichische Unternehmen an Wichtigkeit verlieren. Schon heute gibt es eine sinkende Nachfrage in wichtigen Bereichen wie zum Beispiel der Investitionsgüterindustrie.


31. Mai 2016

Teilen Tweet Teilen