Das Ziel ist entscheidend

Beliebte Zahlungskonditionen österreichischer Unternehmer

Zahlungskonditionen

Zahlungskonditionen gibt es wie Sand am Meer – doch auf welche Vereinbarungen muss man sich bei Geschäften mit österreichischen Unternehmern einstellen? PRISMA Die Kreditversicherung hat sich die unterschiedlichsten Konditionen näher angesehen und erklärt die häufigsten.

Zahlung auf offene Rechnung

Schließen österreichische Unternehmen Geschäfte in Österreich ab oder exportieren sie ihre Produkte oder Dienstleistungen innerhalb von Europa, ist die Zahlung auf offene Rechnung eine sehr gängige Zahlungskondition. Diese erlaubt es dem Käufer, seine Schuld erst nach Erhalt der Ware oder Dienstleistung zu begleichen.

Vorauskasse

Auch die Vorauskasse ist eine beliebte Kondition innerhalb Österreichs und Europas. Dabei wird der gesamte Zahlungsbetrag vorab vom Käufer bezahlt.

Cash Against Documents (C/D)

In Nordafrika und dem arabischen Raum zählt Cash Against Documents zu einer beliebten Zahlungskondition österreichischer Exporteure. Hierbei handelt es sich um ein Dokumenteninkasso. Die Akteure im Falle eines C/D sind der Käufer der Ware, der Verkäufer der Ware, die importierende Spedition, die einreichende Bank und die Inkassobank.
Das bedeutet für den Ablauf, dass die Ware nicht direkt zum Käufer gelangt, sondern vorerst in einem Lager der importierenden Spedition aufbewahrt wird. Nach Auftrag des Verkäufers übergibt die einreichende Bank die Dokumente an die Inkassobank. Nach Erfüllung der Inkassobedingungen erhält der Käufer alle Dokumente von der Inkassobank und kann sich damit die Ware abholen. Die Inkassobank leitet den Zahlungsbetrag an die Bank des Verkäufers weiter.

Akkreditiv (L/C – Letter of Credit)

Exportieren österreichische Unternehmer zum Beispiel nach Pakistan oder Bangladesch, ist das Akkreditiv eine Standardvereinbarung. Diese Zahlungsmodalität ist die sicherste für beide Parteien. Nach Abschluss des Kaufvertrages erhält die Bank des Käufers den verpflichtenden Auftrag, nach Übergabe der vereinbarten Dokumente eine Zahlung an die Bank des Verkäufers zu überweisen. Nach Versand der Ware legt der Verkäufer die Dokumente bei seiner Bank vor, welche von der Verkäuferbank überprüft werden. Ist alles korrekt, erhält der Verkäufer die vereinbarte Zahlung. Anschließend gehen die Dokumente zur Käuferbank, welche nach Überprüfung der Unterlagen das Konto des Käufers mit dem Betrag belastet. Anschließend verrechnen die beiden Banken die geleistete Zahlung und der Käufer erhält mit den Dokumenten seine Ware.


14. Juni 2017

Teilen Tweet Teilen